Klimawandel - Lüge, hausgemacht oder ganz natürlich?

Klimawandel

Klimawandel, Klimakrise, Klimagipfel – das sensible Thema scheint die Menschheit zu spalten. Während es die einen für eine unumstößliche Tatsache halten und andere es vehement verneinen, sehen es dritte wiederum als völlig natürlichen Vorgang.

Spätestens nach den aufsehenerregenden Aktionen der schwedischen Schülerin und Klimaschutz-Jungaktivistin Greta Thunberg dürften alle verstanden haben worum es geht. Die Weltöffentlichkeit wurde aufgerüttelt. Was ist dran am Klimawandel?

Natürlich gab es im Laufe der Erdgeschichte immer wieder Phasen, in denen sich das Klima und alle damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen dramatisch gewandelt haben. Sowohl in langen, aber auch relativ kurzen Zeitabständen prägten Kälte-, Wärme- und Dürreperioden oder gar Sintfluten das Antlitz der Erde. Vor ca. 10000 Jahren soll es zu einer Erderwärmung mit dem Abschmelzen der Pole und Gletscher und infolge dessen zu Sintfluten gekommen sein, ähnlich dem Geschehen, dass sich auch gegenwärtig auf unserem Planeten abspielt. Die Wissenschaft sieht Klimawandel überdies im Zusammenhang mit der Sonnenaktivität.  

Wem sollen wir nun glauben, wenn über das heikle Thema berichtet wird? Wir sind zumeist auf Informationen aus den Medien angewiesen. Doch die wenigsten dort publizierten Sachverhalte sind für uns tatsächlich nachprüfbar. Wir können sie als gegeben hinnehmen oder in Frage stellen. Man kann sich darüber in end- und fruchtlosen Diskussionen verlieren, mit denen am Ende niemandem geholfen ist.    

Fakt ist, dass sich das Wetter allein in den letzten 50 Jahren – also in noch nicht einmal einer Generation – drastisch verändert hat. Wirklich kalte und niederschlagsreiche Winter, so wie sie die Älteren unter uns noch kennen, gibt es kaum noch. Temperaturen von -10°C stellen für die meisten von uns heute bereits eine Herausforderung dar. Dabei war noch vor wenigen Jahrzehnten minus -20°C in der kalten Jahreszeit keine Seltenheit. Ich erinnere mich sogar als Kind an einen Winter, da fiel das Thermometer unter -30°C. Die Öfen wurden rund um die Uhr Tag und Nacht geschürt, damit nur ja nichts einfriert. Zentralheizung gab es damals bei uns noch nicht. Völlig unvorstellbar für uns heute. Eisblumen an den Fensterscheiben glichen kunstvollen Meisterwerken auf der Staffelei des Winters. Schneefall – je nach Region teilweise meterhoch – ließ die Kinderherzen höher schlagen. Schlitten, Skier, Schlittschuhe, Schneemänner und Schneeballschlachten gehörten zu den obligatorischen Winterfreuden. Was damals als normal galt, ist heute eher eine Ausnahme.

Bild: Petra Muchau

Doch wir müssen nicht an den Nord- oder Südpol reisen, um Veränderungen nachzuspüren. Abschmelzende und verschwindende Gletscher in den mitteleuropäischen Gebirgslagen und fehlender Niederschlag in Form von Schnee sind anschauliche Belege in den alpinen Regionen.

Nicht zu leugnen sind hierzulande auch die immer häufiger auftretenden Wetterkapriolen mit teilweise verheerender Zerstörungskraft. Kaum zu bändigende Hochwasser, vermehrter Wind und tobende Stürme selbst im Binnenland, sowie monatelang ausbleibender Regen prägen zunehmend das meteorologische Geschehen in heimischen Gefilden. 2017 beispielsweise war ein extrem niederschlagsreiches Jahr, während wir 2018 und 2019 lange vergeblich auf den so dringend benötigten Regen warteten. Land- und Forstwirte können ein Lied davon singen, welch katastrophale und nachhaltige Auswirkungen das hat. Mancherorts sah man bereits im August letzten Jahres Laubbäume, die gelb wurden und ihr Laub abwarfen.  

Ob der Klimawandel nun natürlichen Ursprungs oder „hausgemacht“ ist, kann und möchte ich nicht beurteilen. Doch wir dürfen nicht davor die Augen verschließen, dass wir sowohl als Einzelpersonen, als auch als Gesellschaft durch unsere moderne Lebensweise solche Entwicklungen zumindest forcieren und beschleunigen.

Es gibt indigene Kulturen, in denen jegliches Handeln darauf ausgerichtet ist, dass es nicht nur dem Wohle der gegenwärtigen Generation, sondern auch dem der nachfolgenden 7! dient. Können wir das gleichermaßen von uns behaupten? Diese uralte, uns dennoch so fremd gewordene Lebensphilosophie ist ebenso vorbildlich wie wegweisend.    

Inwieweit jeder einzelne von uns sich seiner Verantwortung bewusst wird, bleibt jedem selbst überlassen. Gleichfalls ob man sich dieser Herausforderung stellen und etwas verändern möchte. Also lasst es uns versuchen, den folgenden sieben Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Wir haben alle Möglichkeiten.

Das tapfere Schreiberlein
Claudia Amend
Lektorat, Ghostwriting, Schreibkeller


Die Zukunft der Erde liegt in unseren Händen!

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