Volkmannshausen

Volkmannshausen liegt im Grund der Helling, 29 km südlich der Kreisstadt Hildburghausen, auf halber Strecke zwischen den Dörfern Hellingen und Poppenhausen. Das Dörfchen wurde 1154 erstmals in einer Urkunde erwähnt und war ursprünglich nur ein Hof, bestehend aus einem Rittergut, einigen Wohnhäusern und zwei Mühlen. Noch heute wird die Ansiedlung im Volksmund "Kaltenhof" genannt.



1844 bestand der Ort aus acht Wohnhäusern, einer Mahlmühle sowie einer Schneidemühle, hatte 60 Einwohner und war nach Hellingen geschult und gepfarrt. Den Status einer Gemeinde im Amt Heldburg erhielt Volkmannshausen erst im Jahr 1851. Das ehemalige Rittergut wechselte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und wurde schließlich vom letzten Eigentümer, einer in Bayern wohnenden jüdischen Familie, zwischen 1805 und 1807 mit Gestattung des Hildburghäuser Hofes zerschlagen und verkauft.

Entgegen der zunehmenden Bevölkerungszahl in anderen Gemeinden war die Zahl der Einwohner in Volkmannshausen seit 1850 rückläufig. So lebten 1880 dort noch 54 Bewohner, bis 1930 ging deren Zahl weiter zurück auf 36. Im Jahr 1935 wurde Volkmannshausen nach Hellingen eingemeindet und war bis Ende 2018 dessen Ortsteil. 2019 wurde Hellingen zusammen mit Volkmannshausen und seinen anderen Ortsteilen nach Heldburg eingemeindet. Im Jahr 2019 zählt Volkmannshausen nur noch 12 Einwohner.

Text von Burkhard Knittel

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